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Insbesondere im Norden zählen die Monate von November bis Februar zur dunkelsten und damit zur ungemütlichsten Zeit des Jahres. Es wird zunehmend kälter, das Wetter ist meist regnerisch und der Himmel klart nicht richtig auf. Die Tage werden kürzer und erscheinen einfach nur nass, kalt und grau. Mit dem nahenden Winter sinkt bei vielen auch die gute Laune. Schätzungsweise jeder 3. bis 4. Deutsche kennt das Stimmungstief in der kalten Jahreszeit, das allgemein auch als „Winterblues“ oder „Winterdepression“ bekannt ist.

Woher kommt das winterliche Stimmungstief?
Ein Merkmal des Winterblues ist die anhaltende Müdigkeit. Man kommt morgens schlecht aus dem Bett, fühlt sich antriebslos und würde am liebsten direkt liegenbleiben. Schuld daran ist der Tageslichtmangel. Das Licht nimmt maßgeblichen Einfluss auf verschiedene biochemische Prozesse in unserem Körper. Es ist an der Regulierung des „Schlaf-Wach-Rhythmus“ beteilig und gibt unserer inneren Uhr sozusagen den Takt an. Die einfallenden „Lichtsignale“ teilen unserem Gehirn mit, ob es Tag oder Nacht ist und nehmen so Einfluss auf die Hormonproduktion. Tagsüber, während der hellen Stunden, produziert der Körper das Glückshormon Serotonin. Es aktiviert den Körper und macht uns munter. Mit Anbruch der Dunkelheit beginnt der Körper mit der Herstellung des „Schlafhormons“ Melatonin. Ist das einfallende Tageslicht wie zur Herbst- und Winterzeit reduziert, bildet der Körper vermehrt Melatonin. Die Folge: Unsere innere Uhr gerät aus dem Takt und wir fühlen uns müde und schlapp. Dem inneren Schweinehund nachzugeben und sich einfach im Bett einzukuscheln, ist übrigens keine gute Idee! Viel eher solltet ihr der fiesen Stimmung aktiv den Kampf ansagen. Diese Tipps können dabei helfen:

  1. Auf die Plätze, fertig, raus!
    Auch wenn sich die Sonne hinter einer Wolkendecke versteckt, ist ausreichend Licht vorhanden, um unser Tagesprogramm zu aktivieren. Die Lichtstärke im Freien ist deutlich höher als in geschlossenen Räumen und sorgt für eine verstärkte Serotonin-Ausschüttung. Nutzt also jede Gelegenheit, um ans Tageslicht zu kommen. So kann bereits ein kleiner Spaziergang während der Mittagspause helfen, die Stimmung zu heben. Dabei wird neben Licht auch reichlich Sauerstoff getankt, was in Kombination mit der Bewegung Herz und Kreislauf anregt und der Müdigkeit zusätzlich entgegenwirkt.
  2. Bewegung macht munter
    Sport hebt die Stimmung und entspannt. Zugegeben: Es kostet Einiges an Überwindung, sich bei herbstlichem „Schmuddelwetter“ die Laufschuhe anzuziehen und eine Runde im Freien zu drehen. Dennoch fühlen wir uns nach einer schweißtreibenden Sporteinheit meist besser als vorher. Der stimmungsaufhellende Effekt von Sport wird durch zahlreiche Studien belegt. So lässt sich durch die Bewegung beispielsweise die Ausschüttung von Glückshormonen ankurbeln. Bei regelmäßigem Training konnte zusätzlich sogar eine reduzierte Freisetzung des Stresshormons Cortisol festgestellt werden.
  3. Immer schön im Takt bleiben
    So verlockend es sein mag, am Winterwochenende bis zur Mittagszeit im Bett zu bleiben, der andauernde Rhythmuswechsel sorgt für Schwierigkeiten am Wochenbeginn. Durch das fehlende Tageslicht ist die innere Uhr ohnehin schon durcheinander. Also lieber auch am Wochenende den Vormittag aktiv gestalten, zum Beispiel mit einem kleinen Workout oder einem Spaziergang an der frischen Morgenluft. Feste Rituale helfen dem Körper, seinen „Winter-Rhythmus“ zu finden. So fühlt man sich erheblich agiler und weniger schlapp.
  4. Zeit für Entspannung
    Doch nicht nur eine aktive Freizeitplanung ist in der Lage, die Stimmung aufzuhellen. Bewusste Auszeiten, in denen man sich selbst etwas Gutes tut, um Körper und Geist zu entspannen, sind für unsere Ausgeglichenheit nicht weniger wichtig. Egal ob in der Badewanne oder in der Sauna, Wärme tut in der kalten Jahreszeit besonders gut. Sie regt die Durchblutung an und hilft dabei, verspannte Muskelpartien zu lösen. Es sich mit einem guten Buch und der Kuscheldecke auf dem Sofa gemütlich zu machen, sorgt ebenfalls für entspannte Wohlfühlmomente. Die eigene Lieblingsmusik oder kreative Aktivitäten wie Stricken, Basteln und Zeichnen können uns ebenfalls helfen, die winterliche Lethargie zu überwinden.
  5. In bester Gesellschaft
    Auch wenn es in diesem speziellen Jahr nicht der richtige Zeitpunkt ist, sich in großen Runden mit Freunden zu treffen: Die Pflege sozialer Kontakte und gute Kommunikation machen die Menschen glücklich. Also ran ans Telefon und die beste Freundin oder den besten Freund einfach mal wieder anrufen. Oftmals tut es bereits gut, die vertraute Stimme eines lieben Menschen einfach nur zu hören. Auch Zeit mit dem Partner oder im Rahmen der Familie ist wahrer Balsam für die Seele. Wie wäre es mal wieder mit einem kuscheligen Filmabend zu zweit oder einem Spieleabend mit den Kindern? Dies stärkt nicht nur die familiäre Bindung, sondern bietet zudem auch noch reichlich Spaßpotenzial. Übrigens: Lachen kommt ebenfalls der psychischen Gesundheit zu Gute, denn beim Lachen werden Stresshormone ausgebremst und ein wahrer Cocktail an Glückshormonen wird ausgeschüttet.

Fazit:
So dunkel und kalt, wie Herbst und Winter auf uns wirken, sind sie zumeist gar nicht. Inwieweit wir uns der Lethargie und Müdigkeit der dunklen Jahreszeit hingeben, können wir durchaus selbst bestimmen. Auch wenn das Wetter nicht unbedingt zu Aktivitäten im Freien einlädt, lassen sich auch in den eigenen vier Wänden zahlreiche Tätigkeiten finden, die den Winterblues vertreiben. Gleichzeitig bieten die Wintermonate uns die Möglichkeit, das Jahr in aller Ruhe Revue passieren zu lassen, (Urlaubs-)Fotos zu sortieren und vielleicht die ersten Weihnachtskarten zu schreiben. So hat der Winterblues bestimmt keine Chance.