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Pollenallergie: Histaminarme
Ernährung kann helfen

Histamin zählt zu den sogenannten biogenen Aminen. Das sind Eiweißstoffe, die in Lebensmitteln vorkommen und von unserem Organismus selber gebildet werden können. Biogene Amine sind im Körper an einer Vielzahl wichtiger Funktionen beteiligt. Histamin stimuliert beispielsweise die Produktion von Magensäure sowie die Darmbewegung. Gleichzeitig spielt es eine wichtige Rolle bei der Abwehrfunktion unseres Körpers. Genau aus diesem Grund kann bei einer Pollenallergie eine histaminarme Ernährung hilfreich sein.

Pollenallergie: Das bewirkt der Pollenflug

Etwa 12 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Pollenallergie. Ursache der allergischen Reaktionen ist eine Fehlleitung unseres Immunsystems. Die eigentlich harmlosen Pflanzenpollen werden als potenziell gefährlich eingestuft und der körpereigene Abwehrprozess wird in Gang gesetzt. Beim ersten Kontakt mit den Proteinen der Pollenoberfläche bildet der Körper spezifische IgE-Antikörper, deren Bauplan vom Immunsystem gespeichert wird. Dieser Vorgang der Sensibilisierung verläuft zumeist völlig unbemerkt. Kommt es allerdings zu einem erneuten Kontakt, wird es unangenehm: Die spezifischen IgE-Antikörper werden sofort zur Verteidigung freigesetzt und docken an sogenannte Mastzellen an. Mastzellen sind Bestanteil der körpereigenen Abwehr und gleichzeitig ein wichtiger Speicherort von Histamin. Das Andocken der IgE-Antikörper stimuliert die vermehrte Freisetzung des gespeicherten Histamins. Es kommt zu einer Anschwellung der Schleimhäute, die Durchblutung wird gesteigert und alt bekannte Symptome wie Tränenfluss, Niesreiz und laufende Nasen stellen sich ein.

Histamin – Schlüsselfunktion als Entzündungsmediator

Auch wenn noch weitere Substanzen an der Abwehrreaktion des Körpers beteiligt sind, übernimmt der Botenstoff Histamin bei der Pollenallergie eine Schlüsselrolle. Es fungiert als Mediator von Entzündungsprozessen und ist so maßgeblich an der Auslösung allergietypischer Symptome beteiligt. Umso höher der Histaminspiegel im Körper, desto stärker kann auch die Immunreaktion ausfallen. Folglich kann eine Senkung des Spiegels Linderung bringen. Eine Möglichkeit bieten Antihistaminika. Sie blockieren den Histaminrezeptor, wodurch die Histaminwirkung gehemmt und Allergiebeschwerden verbessert werden können. Doch auch mit der richtigen Lebensmittelauswahl lässt sich Einiges erreichen. So hat sich insbesondere die histaminreduzierte Ernährung als unterstützend erwiesen.

Histamin in Lebensmitteln meiden

Um den Körper nicht zusätzlich zu belasten, können Pollenallergiker die Zufuhr an histaminreichen Lebensmitteln reduzieren. Hohe Histamingehalte finden sich vor allem in Genussmitteln sowie in geräucherten und gereiften Produkten. Bevorzugen Sie somit am besten frische und unverarbeitete Lebensmittel. Zudem ist Vorsicht bei sogenannten Histaminliberatoren geboten. Dies sind Lebensmittel, die zwar nicht zwangsläufig selber Histamin enthalten, aber dazu beitragen können, dass im Körper gespeichertes Histamin freigesetzt wird. Zu den Histaminliberatoren zählen unter anderem Schokolade, diverse Hülsenfrüchte und Schalentiere. Auch Alkohol fördert die Freisetzung von Histamin und hemmt gleichzeitig den Abbau.

Lebensmittel mit hohem Histamingehalt:

  • getrocknete, geräucherte oder gepökelte Fleisch- und Wurstwaren
  • Räucherfisch und Fischkonserven
  • lang gereifte Käsesorten (u.a. Cheddar, Parmesan, Camembert, Gorgonzola, Emmentaler)
  • fermentiertes Gemüse (u.a. Sauerkraut, Essiggurken, Mixed Pickles)
  • Bier und Wein

Vitamin B6 und Vitamin C für den reibungslosen Abbau

Obst und Gemüse können bis auf wenige Ausnahmen reichlich verzehrt werden. Es liefert wertvolle Vitamine und Mineralstoffe die unter anderem das Immunsystem in seiner Funktion unterstützen. Von besonderer Bedeutung sind vor allem Vitamin B6 und Vitamin C. Beide sind wichtige Cofaktoren der Diaminoxidase (DAO), einem Enzym, welches für den Abbau von Histamin verantwortlich ist. Auch bei einem Mangel an Zink oder Magnesium kann die DAO ihrer Funktion nicht vollends nachkommen. Es sollte somit unbedingt auf eine bedarfsgerechte Mikronährstoffzufuhr geachtet werden. Glutamathaltige Speisen sollten Sie hingegen meiden, da das Glutamat die DAO und somit den Abbau des Histamins hemmt.

Fazit:

Wer sich gesund ernährt, der fühlt sich fitter und ist leistungsfähiger. Aus diesem Grund sollte jeder auf eine ausgewogene Ernährung mit reichlich wertvollen Mikronährstoffen achten. Die richtige Ernährung kann bei einer Pollenallergie die Symptome beeinflussen und möglicherweise lindernd wirken. Hierbei nimmt das Histamin, welches in einer Vielzahl natürlicher Lebensmittel vorkommt, eine besondere Rolle ein. Damit der Histaminabbau reibungslos funktioniert, sollte zudem auf eine ausreichende Zufuhr an Vitamin B6, Vitamin C, Zink und Magnesium geachtet werden. Diese kann ganz einfach mithilfe der Cellagon Mikronährstoffkonzentrate unterstützt werden. Bei allen Cellagon Lebensmitteln liegt der Histamingehalt unterhalb der Nachweisgrenze.