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An der Schönheit von innen arbeiten viele Unterstützer mit

 

Das äußere Erscheinungsbild sagt viel über uns aus. Haut, Haare und Nägel sind so etwas wie die optische Visitenkarte von uns selbst. Sind sie in gutem Zustand, trägt dies zu unserem Wohlbefinden und nicht zuletzt auch zu unserem Selbstbewusstsein bei. Denn man kann zweifellos sehen, wer sich in der eigenen Haut wohlfühlt und wer nicht.

Wer Wert auf sein Äußeres legt, investiert Zeit und Geld in die Pflege von Haut, Haaren und Nägeln. Doch allein mit Kosmetik ist es in den meisten Fällen nicht getan. Lebensstil und Ernährung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Insbesondere unsere Haut ist ein Spiegelbild unseres Inneren. Sie ist – wie Haare und Nägel auch – auf die regelmäßige Zufuhr bestimmter Nährstoffe und Wasser angewiesen.

Mangelt es diesbezüglich dauerhaft an einer hinreichenden Versorgung, werden die Folgen früher oder später sichtbar. Die Haut wird fahl oder rissig und neigt zur Entzündungsbildung. Haare werden stumpf und glanzlos, die Nägel brüchig. Diese sinnbildlich in die Tiefe gehenden Probleme lassen sich dann irgendwann auch nicht mehr durch Kosmetik verbergen.

Eine gesunde, bedarfsgerechte Ernährung ist damit die wesentliche Basis für ein attraktives Aussehen und eine vitale Ausstrahlung. Welche Nahrungsbestandteile für Haut, Haare und Nägel besonders wichtig sind, zeigt die folgende Übersicht.

 

Der richtige Speiseplan für innere Schönheit

Bei der Analyse der folgenden Nährstoffe ist ein wesentlicher Grundsatz zu beachten. Bildlich gesprochen sind sie alle Teile eines Orchesters. Sie bauen aufeinander auf und unterstützen sich in ihren Wirkungen und Funktionen gegenseitig. Um den Körper – und in diesem konkreten Fall Haut, Haare und Nägel – bestmöglich zu versorgen, sollten alle Substanzen deshalb im Verbund betrachtet werden.

  1. Hochwertiges Eiweiß

Keratin ist einer der wesentlichen Bestandteile von Haut, Haaren und Nägeln. Dabei handelt es sich um eine Eiweißverbindung, die Elastizität und Festigkeit verleiht. Unser Organismus kann Keratin zwar selber bilden, benötigt dafür aber bestimmte Aminosäuren als Ausgangssubstanz. Zum Aufbau sowie dem Erhalt von Haut, Haaren und Nägeln ist Eiweiß damit unverzichtbar. Werden nicht genügend Proteine über die Nahrung zugeführt, droht das Bindegewebe zu erschlaffen und Verletzungen schlechter zu verheilen.

  1. Wasser

Dass eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr für unsere Gesundheit in vielerlei Hinsicht wichtig ist, ist hinlänglich bekannt. Schließlich ist Wasser ein wichtiger Bestandteil unseres Körpers. Für eine adäquate Hydrierung werden mindestens 2 Liter Flüssigkeit pro Tag empfohlen. Ein Großteil des Wassers wird in unseren Zellen eingelagert. Ein Teil davon befindet sich aber auch in den Zellzwischenräumen. Letzteres führt dazu, dass die Haut prall aussieht und die Gewebestruktur elastisch bleibt. Wird kontinuierlich zu wenig getrunken, sind die Folgen einer unzureichenden Hydrierung der Haut unmittelbar anzusehen.

  1. Hochwertige Fettsäuren, insbesondere Omega-3-Fettsäuren

Die essenziellen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren werden unter anderem für den lebenswichtigen Aufbau der Zellmembrane benötigt. Omega-3-Fettsäuren wirken mit ihren entzündungshemmenden Eigenschaften entzündlichen Hautkrankheiten entgegen. Auch für die Haargesundheit haben gute Fette eine enorme Bedeutung. Ist die entsprechende Versorgung nicht ausreichend gewährleistet, verlieren die Haare sehr schnell an Glanz. Ursache hierfür ist die Reduktion der Talg-Produktion, durch die die Haare mit natürlichen Ölen versorgt werden. In ungünstigen Konstellationen droht Haarausfall.

  1. Vitamine

Vitamine sind für unsere Gesundheit im Allgemeinen unverzichtbar, da sie eine Vielzahl von unterschiedlichen Aufgaben und Funktionen für unseren Organismus erfüllen. Wie nicht anders zu erwarten, profitieren auch Haut, Haare und Nägel von einer guten Vitaminversorgung.

  • Vitamin C und Vitamin E

Beide Vitamine sind starke Antioxidantien, die unseren Körper dabei unterstützen, freie Radikale zu neutralisieren. Für die Haut ist diese „Hilfe“ von höchster Relevanz. Wenn sie starker UV-Einstrahlung ausgesetzt ist, die die Bildung freier Radikale im wahrsten Sinne des Wortes „befeuert“.

  • Vitamin C

Neben seiner antioxidativen Schutzwirkung erfüllt Vitamin C noch weitere wichtige Funktionen für die Haut. Vor allem ist es am Aufbau von Kollagen beteiligt, das wichtiger Bestandteil von Haut, Haaren und Nägeln ist. Auch indirekt spielt Vitamin C eine wichtige Rolle, da es für eine optimale Aufnahme von Eisen benötigt wird. Eisen ist wiederum für den Sauerstofftransport im Körper unverzichtbar. Ist dieser eingeschränkt, können schlechte Wundheilung und Blutungen in der Haut die unschönen Folgen sein.

  • Vitamin-B-Komplex

Die B-Vitamine regen in ihrem Zusammenspiel die Aktivität der Talgdrüsen an und unterstützen essenzielle Stoffwechselvorgänge in den Haarwurzeln. Gleichzeitig beugen sie Entzündungen vor und fördern die Gesundheit der Kopfhaut.

  • Biotin und Folsäure

Zwei Vitamine aus dem Vitamin-B-Komplex sind in Bezug auf die Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln besonders hervorzuheben: Biotin und Folsäure.

Biotin gilt als das „Schönheitsvitamin“. Das allein sagt schon viel über seine Bedeutung aus. Biotin ist an einer Vielzahl von Stoffwechselprozessen beteiligt und wird für die Proteinsynthese benötigt. Es fördert die Neubildung von Haarwurzeln und Nagelbett. Für ein gesundes Äußeres ist Biotin absolut unabdingbar. Dauerhafte Mangelversorgung hinterlässt deutliche Spuren. Haarausfall, Entzündungen der Mundwinkel sowie unangenehme Veränderungen der Haut und der Schleimhäute sind in diesem Fall zu befürchten.

Folsäure ist das wichtigste Vitamin in Bezug auf Zellteilung und Wachstumsprozesse. Für einen guten Zustand der Haut und ein attraktives Erscheinungsbild ist es damit unverzichtbar.

  1. Mineralstoffe

Es ist wenig überraschend, dass es auch in der Familie der Mineralstoffe eine ganze Reihe Stoffe gibt, die den Aufbau und die Regeneration von Haut, Haaren und Nägeln entscheidend unterstützen. Mineralstoffe können, wie Vitamine auch, antioxidative Wirkungen aufweisen und werden zudem oft als wichtige Co-Faktoren für eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen benötigt.

  • Zink

Zink wird für die Bildung des Bindegewebes benötigt und ist an der Eiweißsynthese beteiligt. Mit anderen Worten: Ohne Zink bildet sich keine Hautzelle und kein Haar. Zudem erfüllt es wichtige Funktionen bei der Zellteilung und deren Differenzierung. Darüber hinaus aktiviert es zahlreiche Enzyme, von denen Haut, Haare und Nägel profitieren. Zinkmangel kann sich in eingerissenen Mundwinkeln, einer schlechten Wundheilung, Haarausfall und brüchigen Nägeln bemerkbar machen.

  • Kupfer

Auch Kupfer ist am Erhalt von Kollagen und Elastin beteiligt und trägt so zur Straffung sowie Festigung des Bindegewebes bei. Desweiteren spielt es für die Pigmentierung von Haut und Haaren eine wichtige Rolle. Dies verbessert nicht nur die Haarstruktur, sondern trägt auch zu einem natürlichen Sonnenschutz der Haut bei.

  • Eisen

Wie bereits erwähnt, ist der Sauerstofftransport im Blut die Hauptaufgabe von Eisen. Es ist Bestandteil des Blutfarbstoffs Hämoglobin. Blasse oder trockene Haut, diverse Hautkrankheiten, Haarausfall und brüchige Fingernägel können oft auch auf eine zu geringe Eisenaufnahme zurückgeführt werden.

  • Selen und Mangan

Bleiben noch Selen und Mangan zu erwähnen, die mit ihren antioxidativen Eigenschaften ebenfalls zum Schutz der Haut beitragen. Mangan wird außerdem auch zur Kollagenproduktion benötigt.

 

Auch Verzicht macht schön

Wie bei nahezu allen ernährungswissenschaftlichen Fragen geht es auch hier nicht ausschließlich um eine ausreichende Versorgung mit hochwertigen Vitalstoffen. Denn auch das, was man nicht zu sich nimmt, ist von hoher Relevanz und verdient Beachtung. Vor allem im Hinblick auf die Gesundheit der Haut sind es insbesondere zwei Nahrungsbestandteile, die mit Vorsicht – oder besser gesagt in Maßen – zu genießen sind: Alkohol und Zucker.

Alkohol wirkt sich gleich in mehrerlei Hinsicht negativ auf den Zustand unserer Haut aus. Die negativen Effekte beginnen mit der Beeinträchtigung der Barrierefunktion der Haut. Zweitens wird durch die dehydrierende Eigenschaft des Ethanols dem Körper durch Alkoholkonsum Flüssigkeit entzogen. Dadurch wird vor allem der Hautalterungsprozess beschleunigt.

Bei der Verstoffwechselung des Alkohols kommt es außerdem zur Ausscheidung eines Teils der toxischen Substanz Acetaldehyd über die Haut. Dies resultiert in der Belastung des empfindlichen Hautgleichgewichts und kann Reizungen hervorrufen. Abschließend regt Alkohol auch die Verhornung der Haut an und hat eine aktivierende Wirkung auf die Talgdrüsen. Letzteres begünstigt die Entstehung von Pickeln und anderen Hautunreinheiten.

Zucker hat entzündungsfördernde Eigenschaften, die sich negativ auf das Hautbild auswirken können. Eine dauerhaft hohe Zuckeraufnahme trägt zu einer Veränderung der Proteinstruktur in unserer Haut bei. Kommt es hier zu Störungen, verliert das Hautbild schnell an Straffheit und eine verstärkte Faltenbildung setzt ein.

 

Fazit

Grundsätzlich profitiert der gesamte Organismus von einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung. Dazu gehören viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und Kerne. Je weniger Schadstoffe darin enthalten sind, umso besser. Sofern möglich, macht sich die Entscheidung für Lebensmittel in Bioqualität durchaus bezahlt.

Neben guten Ernährungsgewohnheiten spielen aber auch andere Faktoren eine Rolle für die Gesundheit. Und das gilt natürlich ebenso für Haut, Haare und Nägel. Ausreichend Schlaf, Entspannung und Bewegung tragen erwiesenermaßen zu einem gesunden und damit attraktiven Äußeren bei. Stress wirkt sich dagegen kontraproduktiv aus.